Reisen in Bolivien

Reisen

Bolivien ist ein beliebtes Reiseland. Mit seiner vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft, Regenwald, Hoch- und Tiefland, zieht der Andenstaat insbesondere Kulturinteressierte und Abenteurer an, sowie Leute, welche den Staat Lateinamerikas kennen lernen wollen, mit der wohl authentischsten Kultur und Lebensweise aller lateinamerikanischen Staaten.
Das Land ist reich an Bodenschätzen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, doch diese sind einseitig verteilt, es herrscht Korruption und fehlt an ausländischen Investoren. Nach Haiti gilt Bolivien als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Wer Luxus und Bequemlichkeit sucht, dem empfehle ich eher Strandferien in Cancun. Das Reisen in Bolivien kann strapaziös und abenteuerlich sein. La Paz ist mit seinen durchschnittlichen 3600 Metern über Meer die höchstgelegenste Hauptstadt der Welt (genau genommen ist aber Sucre die Hauptstadt, der oberste Gerichtshof befindet sich dort, währendem sich der Regierungssitz in La Paz befindet). Von dort gelangt man über die cumbre (4800 m.ü.M.) via den Yungas (Andentäler) ins Tiefland. Ein absolutes Muss für jedermann mit starken Nerven ist der „camino de la muerte“ welcher von 4800 m.ü. M. die Yungas runter führt bis nach Coroico und weiter nach Caranavi. Coroico ist ein kleines Städtchen mit subtropischem Klima und atemberaubender Aussicht über die Hügellandschaft, welche dann 2000 Meter weiter unten im Tiefebene und dem Amazonas endet. Das Tor des Amazonas ist das Städtchen Caranavi auf 600 Metern über Meer. Es ist das Kaffee- und Früchtezentrum Boliviens, von wo tonnenweise Produkte täglich nach La Paz transportiert werden. Das Hostal Caturra Inn (http://www.hostalcaturra.cjb.net/) ist mit seinem Swimmingpool, bequemen Betten und dem guten Essen serviert auf der Veranda, die beste Wahl, um sich von langen Busreisen etwas zu entspannen. Erika, die Managerin ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Bolivien hat einige Highlights zu bieten. Lasst Euch überraschen vom Salar de Uyuni, dem grössten Salzsee der Welt, der sauberen und schönen Stadt Sucre und dessen gemütlichen Restaurants und Bars, dem Titicacasee mit Copacabana, einem mystisches Städtchen an den Ufern des Sees oder dem tropischen Klima, den schönen Landschaften und vibrierendem Nachtleben von Santa Cruz.

Sprache

Offizielle Landessprache ist Spanisch. 90% der Bevölkerung spricht diese Sprache, oft als Zweitsprache. Da Bolivien gemäss der politischen Konstitution ein multiethnischer und multikultureller Staat ist, wurden Ende 2006 weitere Sprachen als offizielle Sprachen anerkannt. Die meist gesprochenen Sprachen neben Spanisch sind Quechua, Ayamara und Guaraní. Es gibt total 52 Sprachen in Bolivien und 127 Dialekte.
In Bolivien lässt sich Tourismus sehr gut mit einem Sprachaufenthalt verbinden. Es gibt gute Schulen und die Preise für die Sprachkurse sind wohl so günstig wie in wenigen lateinamerikanischen Ländern.

Sicherheit

Bolivien ist politisch sehr unstabil und deshalb ist es immer empfehlenswert, auf Reisewarnungen zu achten. Es würde zu weit führen, hier die gesamte Komplexität der innenpolitischen Schwierigkeiten des Landes zu erörtern. Ich möchte auf folgenden Link verweisen:
http://www.destination360.com/south-america/bolivia/health-and-safety.php
Ich selber denke, dass die internationale Meinung von Ländern wie Bolivien oder zum Beispiel auch Kolumbien völlig verzerrt ist durch Schreckensbilder, die man von den Medien zu Gesicht bekommt. Wer sich normal und vernünftig benimmt, der kann ohne Sorge in Kolumbien oder Bolivien reisen. Aber wie gesagt, Bolivien ist unberechenbar, man muss manchmal flexibel und geduldig sein. Aber dies macht das wirkliche Abenteuer doch gerade aus, oder nicht?

Nachtleben

Das Nachtleben Boliviens gehört wohl nicht zu den Hauptatraktionen des Landes. Trotzdem gibt es nicht zu verachtendes Nightlife in Ballungszentren wie La Paz und Santa Cruz.
In La Paz ist es das „Mongos“, welches nach wie vor am meisten Touristen anlockt. Kein Wunder, wird es doch sehr gerühmt in der Touristen-Bibel „Lonely Planet“. Es lohnt sich definitiv, im Mongos zu Abend zu essen. Die Atmosphäre ist gemütlich, das Essen hervorragend und die Preise tief. Das Mongos wird im Verlaufe des Abends umfunktioniert in ein Pub bzw. eine Disco. Es ist der Ort, wo sich Gringos (Ausländer) und lokale Leute treffen. Die Musik ist variabel aber sehr westlich. Dann gibt es aber auch einmal pro Woche eine Salsa-Night wo die Stimmung so richtig aufheizt.
Wer eine andere Art von Nachtleben sucht, der findet 2-3 klassische Discos in der Zona Sur, also im tiefer gelegenen Teil von La Paz, wo sich die upper class tummelt. Die Discotheken sind etwas teurer, die Infrastruktur etwas gestylter und die Frauen etwas schöner.
Daneben bietet La Paz noch Dutzende von Spelunken, wo viel Bier fliesst und sehr junges Volk unterwegs ist.
Wer das Nachtleben ausführlich geniessen möchte, der sollte die tropische Stadt Santa Cruz de la Sierra nicht auslassen. Die zusammengewürfelten Menschen aus verschiedenen Ethnien, eine Mischung aus Brasilianern, Europäern und indigenen Menschen, lassen es sich nachts gerne gut gehen. In der Hitze der tropischen Nächte von Santa Cruz blühen die Cambas (Bezeichnung der Menschen von Santa Cruz) so richtig auf und männliche Besucher dürften ziemlich staunen, wenn sie in einem open air Pub sitzend, die braungebrannten Beinen in minifaldas und tacos vorbeistolzieren sehen. Kurz: Santa Cruz hat wunderschöne Frauen.
Um etwas konkreter zu werden: Avenida San Martin in Equipetro ist „the place to be“ am Freitag und Samstagnacht. Am Boulevard reihen sich Pubs und Discos und es ist von Techno zu Reggeaton, Latin Rock und Salsa so ziemlich alles vorhanden. Das Volk ist allerdings ziemlich jung hier und die Söhne der Oberschicht fahren hier gerne mit ihren aufgepimpten Autos vor und zeigen Ihre eingebauten 500 Watt Lautsprecher-Boxen. Lohnt sich definitiv, mal am Boulevard ein ein paar kühle Drinks zu bestellen und sich das Spektakel anzusehen.

Kulinarisches

Wenn auch Bolivien landschaftlich und was die Autenthizität des Landes betrifft enorm viel zu bieten hat, so lässt die Küche meines Erachtens etwas zu wünschen übrig. Ein lomo saltado ist in Lima doch einiges saftiger und geschmackvoller als in La Paz. Die bolivianische Volksküche ist aber nicht nur einfach sondern auch enorm günstig (trotz der momentan vorherrschenden Inflation, welcher höher ist als in den Nachbarländern). Wer gut essen will, der sollte statt 15 Bolivianos (knapp über USD 2) doch lieber 30 Bolivianos ausgeben und bekommt dafür ein tolles Menu.
In La Paz kann ich „Dumbo“ am Prado empfehlen für gute Desserts und gutes bolivianisches Essen zu erschwinglichen Preisen. Erste Wahl für Touristen ist aber nach wie vor „Mongos“, mit sehr gemütlicher Atmosphäre, guter Musik und sehr gutem Essen.
Wer es sich in Bolivien so richtig gut gehen lassen will, der bekommt für USD 10 bis 30 ein herrliches Gourmet-Menu in Spitzenrestaurants. Diese sind aber einiges häufiger in Santa Cruz de la Sierra anzutreffen als in La Paz.
Wer näheres über die bolivianische Küche und deren Rezepte erfahren will, der findet hier die wichtigsten Speisen und Rezepte: http://www.bolivian.com/cocina/platos.html

 
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