Reisen in Kolumbien

Reisen/Sicherheit

Seit 2006 hat sich die Lage in Kolumbien stark verbessert, auch wenn die Kriminalitätsrate hoch bleibt. Nach wie vor sind Ausländer Opfer von Entführungen von illegalen, bewaffneten Gruppen. Es ist ratsam, sich bei der zuständigen Behörde vor einer Reise nach Kolumbien zu erkundigen.
Ich persönlich bin überzeugt, dass man sich als Tourist genau so sicher in Kolumbien bewegen kann, als in irgendeinem anderen Land Südamerikas. Auch das Reisen im Bus ist kein Problem. Reisen in den Regionen von Bogotá, Medellín, Cali, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla, Bucaramanga, Villa de Leyva, Leticia, Pereira und Armenia sind nicht nur sicher, sondern sehenswert und unvergesslich. Die Kolumbianer sind sehr freundliche, höfliche und gebildete Menschen. Sie empfangen jeden Reisenden mit offenen Armen.

Sprache

Offizielle Landessprache von Kolumbien ist Spanisch. Daneben gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, welche von der indianischen Bevölkerung gesprochen wird. Auf den Inseln San Andres und Providencia wird Englisch gesprochen.
Das kolumbianische Spanisch unterscheidet sich durch regionale Besonderheiten. So wird zum Beispiel das Personalpronomen „tu“ für die 2. Person Singular nicht verwendet. Stattdessen wird „vos“ verwendet, überigens ähnlich wie auch in Argentinien. Desweitern wird die 2. Person Plural „vosotros“ auch in informeller Sprache durch die 3. Person Plural „ustedes“ ersetzt, die im europäischen Spanisch nur als Höflichkeitsform verwendet wird.

Nachtleben

Kolumbien’s Nachtleben ist vielseitig. Das Land ist riesig und bietet etwas für jedermann, seien es kolumbianische Volkstänze und Volklore, heisse Salsarhythmen oder Raves bis am Tag danach.
In Bogota gibt es zwei grosse Stadtviertel mit unzähligen Bars und Restaurants: Die Zona Rosa und der Parque 93. Die Atmosphäre ist entspannt und es lohnt sich, sich erst mal in einem der zahlreichen Restaurants kulinarisch verwöhnen zu lassen, bevor man zu ein paar Drinks bei Live Musik übergeht oder sich in einer der zahlreichen Discos vergnügt.
Cali, eine pulsierende Stadt im Südwesten Kolumbiens, bietet auch einiges. Hervorragende Jazz Clubs, abgedunkelte Discos mit lauter Techno Musik und gigantische „Salsadromos“ wie zum Beispiel das weltbekannte Changó.
Medellin ist wohl die modernste Stadt Kolumbiens, mit grossen und modernen Diskotheken, schönen Frauen und guter elektronischer Musik. The place to be ist das „Mango“, mit guter Stimmung und viel halbnackter Haut. Im Mangos traffen sich früher die Drogenbosse – der Schuppen birgt viele noch unerzählte Geschichten…

Kulinarisches

Kolumbiens Küche gilt als eine der besten Südamerikas und variiert stark je nach Region. Weit verbreitet sind die Tagesmenus, welche in der Regel Vorspeise (Suppe oder Salat), Hauptgericht und ein Getränk beinhalten. Neben den eher exotischen Leckereien wie Meerschweinchen („guy“) oder gerösteten Riesenameisen, gibt es die etwas populäreren und sehr schmackhaften Menüs, wie Ajaco, eine sehr reichaltige Suppe mit Hühnchen, verschiedenen Kartoffelarten, Mais, Avocado und Kapern. Desweitern gibt es „Tamales“, also Schweinehackfleisch mit Reis und Gemüse in Maisteig. Das Ganze wird dann in ein Bananenblatt gehüllt und so serviert. Für Fleischliebhaber gibt es divereses, so zum Beispiel überbackener und gefüllter Schweinebauch mit Kartoffeln und Gemüse (lechona). Natürlich sind in Kolumbien auch diverse Fastfood-Ketten vertreten. Dann gibt es Hähnchengrills, leckere Teigtaschen (empanadas) und Kochbananachips.
Im Lande der weltweit größten Artenvielfalt pro Quadratmeter fehlt es natürlich auch nicht an exotischen Früchten: Baumtomaten, Andenbeeren und Maracujas sind die bekannteren. In Europa nicht erhältlich sind zum Beispiel Früche wie mamoncillo, granadilla oder borojó. Ein Besuch Kolumbiens, ohne sich an dieser Artenvielfalt zu freuen wäre nicht vollständig.
Typisch für Kolumbien ist natürlich auch der Kaffee, der üblicherweise als "tinto" (kleiner, schwarzer Kaffee) serviert wird. Für Fragen betreffend lateinamerikanischen Kaffees möchten wir auf folgende homepage verweisen: www.tropicalmountains.com.
Agua de panela aus unraffinierter Zucker in heißen Wasser aufgelöst, wird auch gerne getrunken. Durchaus gut genießbar ist das kolumbianische Bier, was man leider vom Wein nicht behaupten kann. Dagegen überzeugt der kolumbianische Rum, der insbesondere an der Karibik verbreitet ist.

 
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